Er schlenderte in seinem eleganten …

Er schlenderte in seinem eleganten, vor kurzem erstandenen Mäntelchen der Strasse entlang, blieb ab und zu vor einem Schaufenster stehen und blickte mit mässigem Interesse in die Auslagen. Sein Hinken war im Laufe der Zeit derart gering geworden, dass es nur noch von einem aufmerksamen Betrachter wahrgenommen wurde. Er hatte Gott weiss wie lange geübt, empfand er doch seine Behinderung als ausgesprochen beschämend, zumal sie gar keine wirkliche war. In Wahrheit war er höchst schnellfüssig und hätte den Wettkampf mit jedem aufgenommen, gehörte es doch gerade zu seinen Stärken, zu jeder Zeit da und dort und überall und nirgends zu sein.

Schnelligkeit und Präsenz gehörte zu seinen Aufgaben, die ihm sein Herr zugeteilt hatte, und so schnell der Meister Raum und Zeit durcheilte, so schnell war auch er zur Stelle, er, der Teufel, der Diabolos. Das hiess nicht, dass er stets seinem Herrn folgte, im Gegenteil; er mied ihn, wo und wann er nur konnte, und leuchtete sein Meister im Sonnenglanz, so suchte er verhüllt die Dunkelheit, war aber jener Herr verborgen und aus der Schöpfung verschwunden, so tänzelte er im Schein der Bühne und grüsste das Volk und seine Bewunderer auf alle Seiten.
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… und doch bietet der Winter auch geheimnisvolles Licht …

Ich ging die Strasse hinunter, unaufmerksam und in meine Einkaufsliste versunken, als über ein Treppchen eine junge Frau auf den Gehsteig hinausschoss und um ein Haar in mich geprallt wäre. Im letzten Ausweichen entschuldigte sie sich flüchtig und war sogleich verschwunden.

Ich schritt weiter, meine Liste war weg und hatte dem Bild eines bleichen, dünnen Gesichts Platz gemacht. Eine unbestimmte Furcht zeigte sich darauf, allein dem ersichtlich, der, wenn auch nur für einen Moment, ihm so nahe gekommen war.

…und ein rötlicher Schein begleitete die Menschen, die den Wirtshäusern zustrebten …